Rundbrief Irmgard März/April 2018

Ihr Lieben,

Ostern: das erste ruhigere Wochenende seit meiner Ankunft Mitte Februar. So habe ich Zeit mich hinzusetzen, um Euch an den Geschehnissen hier teilhaben zu lassen.

Der Anfang in Nepal war turbulent. Schon am 1. Tag hatten wir ein Arbeitstreffen, weil unsere Designerin gerade in der Stadt war. Sie lebt im 200km entfernten Pokhara. Danach ging es grad so weiter. Mehrere hatten schon auf mich – und damit auf ein Seelsorgegespräch – gewartet. Auch ich selbst wollte mich nach 6-8 Monaten Abwesenheit mit einer ganzen Reihe an Kollegen und Freunden treffen. Die Zeit war knapp: galt es doch, in den 4 Wochen bis zur Reise nach Tansen zum Diplomkurs, sowohl eine Wohnung zu finden, einzurichten und umzuziehen, als auch neben mehreren Network Meetings bei allen Mitarbeitern und ihren Arbeitszweigen wieder neu anzuknüpfen. Aber es ist fast alles gelungen! Besonders reich beschenkt bin ich mit meiner neuen Wohnung: sie liegt im 3. Und 4. Stock eines Neubaus im Süden der Stadt, recht nahe an beiden Arbeitsstellen ECTC und INF. Mein absoluter Traum einer Dachterrasse mit Blick auf die Berge ist erfüllt, und als ganz besonderen Bonus hat mir Gott noch einen hilfreichen Vermieter und nette Hausbewohner dazugegeben. Das Ganze wurde denn auch mit einer gebührenden Einweihungsfeier gewürdigt: 70-80 Gäste fanden den Weg durch die offene Tür.

Elijah Beratungs- & Trainings Zentrum

Neben der Kurs- u. Seelsorgearbeit möchte ich Euch folgende Projekte ans Herz legen:

1. Überarbeitung unseres Trainings-Materials. Wir wollen sowohl Inhalt als auch Gestaltung unseres Kursmaterials updaten und druckreif machen. Dazu braucht es neben der Denkarbeit auch eine neue nepalesische Schriftart auch Bilder. Denkt da besonders mit an Eva, unsere Designerin, die hier eine der Hauptlasten trägt.

2. SYIS (Hilfen zum Umgang miteinander) Kurs: hier übersetzen wir das 200-seitige Lehrbuch gerade in Nepali – die erste Version wird hoffentlich zu zwei Kursen im April und Mai fertig und kann dort ausprobiert werden. Rochak ist hier grade mit dem letzten Durchsehen beschäftigt.

3. DPHM: Im Diplomkurs in Tansen blicken wir auf eine erste gute Woche zurück. Betet mit für die 8 Teilnehmer, von denen leider mehrere persönliche Schwierigkeiten durchlebten. Da haben wir hier im Kurs einiges an Aufarbeitung zu leisten!

Und bei mir selbst?

Ich bin im obigen bei beiden Textprojekten als „letzte Instanz“ beteiligt. Kann mich dem aber erst richtig nach dem Diplomkurs zuwenden. Der jetzige Kurs ist bis zum 23.4. meine Haupt-Aufgabe. Langfristig stehen hier Ausarbeitung der Akkreditierungsvertrags und – man höre und staune – eventuell auch Planungen fürs Upgrading zum Masters-Level an! Das wurde von verschiedenen Colleges an uns herangetragen. Noch überlegen und beten wir, ob das wirklich dran ist. Unsicher ist auch noch das Visa: kommt es nicht, seht ihr mich im Mai schon wieder.

Mit ganz lieben Grüßen, Eure Irmgard